3 Wochen Bali oder Bali umrunden in 9 Tagen

Mein erster Trip mit dem Rucksack führte mich für 3 Wochen nach Bali. Und seit dem möchte ich nicht mehr anders reisen. Hier der Bericht zu meinem Tripp.

Nach 23 Stunden Flug landeten wir nachts in Denpasar und ließen uns zu unserem ersten Hotel in Seminyak kutschen. – Das war schon mal der erste Fehler. Ich kann euch nur empfehlen die erste Unterkunft nicht in Kuta und Umgebung zu buchen. Fahrt nach lieber nach Ubud!

Am nächsten Tag hatte ich erstmal neben Jetlag mit einem gewaltigen Kulturschock zu kämpfen. In den Haupttourismus -Ballungszentren ist es laut, es stinkt, da alles voll Müll und verdreckt ist und das Essen war scheußlich. Der Verkehr ist ein einziges Chaos. Wir legten unseren Plan, Roller zu mieten erst mal auf Eis, da uns der Verkehr zu angst einflößend war. An Tag 3 ließen wir uns von einem Taxi nach Ubud fahren für ca. 20€.

In Ubud suchten wir uns erstmal ein Hotel für 2 Nächte. Mit der Ankunft in Ubud begann für mich auch der Urlaub. Es ist zwar auch viel los, aber gemütlicher und schöner, als in Seminyak. Außerdem habe ich hier mein Vertrauen in die balinesische Küche zurückgewonnen. Das Essen ist der Hit!

Da der Verkehr hier deutlich überschaubarer aussah, mieteten wir uns gleich am nächsten Tag zwei Roller, für umgerechnet 3€ am Tag. Unser erster Tagesausflug ging zu den Reisterassen, die ca. 30km entfernt von unserem Ausgangspunkt lagen. Nach 2 Stunden Fahrt waren wir dann auch da. – Erkenntnis: vermeintlich geringe Entfernungen können auf Bali sehr viel Zeit in Anspruch nehmen.

Am nächsten Tag: auschecken aus dem Hotel und Start der Inselumrundung in 4 Tagen, aus denen später doch 9 Tage werden sollten.

Unsere erstes Domizil fanden wir in der Nähe, des prunkvollen Wassertempels ‚Taman Ujung‘. Traumhafte, exotische Villen, mit Pool am Meer. Eine sehr familiären Atmosphäre und verdammt gutes Essen. Hier hatten wir unsere erste Begegnung mit einem Tokkee. Ich habe ja Angst vor den Eidechsen und deshalb eine ziemlich schlaflose Nacht.

Am nächsten Tag ging es weiter Richtung Norden, dort legten wir noch einen Relaxtag ein um dann 2 Tage später in Lovina zu landen. Wo wir 2 Nächte verbrachten. Eine davon im deutschen Eck, bei Richard und seiner entzückenden Familie. Dort half man uns weiter, in dem man den Roller verleih anrief und bescheid gab, dass es etwas länger dauern wird. Lovina ist sehr touristisch. Da wir vom Strand nix gutes gehört hatten zogen wir es vor einen Tagesausflug zum Tempel ‚Pura Ulun Danu Beratan‘ zu machen. Schon allein der Weg durch die Berge war traumhaft. Der Tempel liegt auf einem See in den Bergen und man sieht eine atemberaubende Landschaft, auf dem doch recht beschwerlichen Weg. Aber es lohnt sich auf jeden Fall.

Einen Tag später fuhren wir weiter Richtung Westen. kurz vor Gilimanuk suchten wir eine Unterkunft. Das war der beschwerlichste Tag, weil wir nicht gleich etwas passendes fanden und die Sonne unerträglich heiß war. Am Ende war trotzdem alles gut. Wir folgten einem kleinen Orangen Schild auf dem Bali-Oase stand. Eine halbe Stunde fuhren wir über Schotterpisten immer den kleinen orangenen Pfeilchen hinterher und kamen tatsächlich an eine sehr abgelegene Anlage. Dort staunten wir nicht schlecht, als plötzlich die Nürnbergerin Susi und ihr schweizer Kollege Jörg vor uns standen. Die Atmosphäre in der Anlage war sehr gesellig und die Zimmer ein Traum. Zum Essen gab es eine Überraschungsmenü, aus balinesischen Spezialitäten. Wohl das beste Essen während meiner ganzen Reise.

Schweren Herzens setzten wir unsere Tour fort. Wieder Richtung Süden und immer an der Küste entlang. Ab Gilimanuk begann allerdings die einzige ‚Autobahn‘ der Insel. Auf dieser stark befahrenen Straße, machte das Roller fahren nicht mehr viel Spaß. Und die rücksichtslos fahrenden LKWs machen die Tour wirklich gefährlich. Einen kurzen Zwischenstopp machten wir in der Nähe von Negara, um einen Tag später zu unserer letzten Etappe (und wie ich finde die schönste) zu fahren – Balian Beach.

Eine geile Bungalow-Anlage mit Infinity-Pool und Meerblick. Balian Beach ist dank der vielen Surfer ein chilliger und cooler Ort. Der Strand selbst ist Menschenleer. Der Sand absolut fein und weich. Von steilen Klippen umrandet ist er einfach traumhaft schön anzusehen.

Dann ging es wieder zurück nach Ubud. Von Roller fahren hatten wir erstmal die Schnauze voll. Unsere Hintern schmerzten, unsere Haut war rot verbrannt und der schwere Rucksack sorgte auch noch für einen verspannten Rücken. Also Roller abgeben. Spontan buchten wir noch am selbern Tag eine Tour nach Gili Trawangan, einer Nachbarinsel von Lombok. Nach einem langen Tag anreisen legten wir gegen Mittag am Hafen von Gili Trawangan an. Dort machten wir den nächsten großen Fehler und ließen uns gleich am Hafen ein Hotel aufquatschen, wohl das schlechteste in dem wir waren. Magen verderben – inclusive! Außerdem neben einer Moschee, die Morgens um 5 Uhr anfing zu dudeln, in einer unerträglichen Lautstärke! Trotzdem ist die Insel schön. Traumhafte Strände, keine Mopeds, denn auf de Gilis sind Autos und Mopeds verboten. Es gibt nur Pferdekutschen und Fahrräder. Und einfach eine coole Vibe. Abends geht es wild zu auf der Partyinsel. Das genossen wir einen Abend, doch die erhoffte Entspannung wollten wir dann lieber auf Gili Meno, der kleinsten und ruhigsten der drei Inseln finden. Also kauften wir ein Fährenticket und somit den schlimmsten Tag unseres Urlaubs. Der Tag war ein einziges Chaos, da wir irgendwie vergessen wurden und so 3 Stunden auf eine Fähre warten mussten. Auf einem 10-Mann-Motorboot fuhren wird dann das kurze Stück von ca. 600m zur Nachbarinsel. Der Kapitän hatte wohl keine Lust uns an den Hafen der Insel zu fahren und ließ uns so 100m vor dem Ufer raus. Den restlichen Weg mussten wir durchs Wasser laufen. Zerschnittene Füße durch Muschelscherben – inclusive!

Auf Meno verbrachten wir dann 2 stinkfaule Tage. Einen Tag vor Abflug kamen wir dann wieder an unserem ersten Hotel in Seminyak an und ließen unseren Urlaub entspannt ausklingen.

 

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