Länderprofi-Kampagne: Der Südwesten der USA

Vorstellungsrunde:

Hi, wir sind Imke und Jan von hikelust und wir wollen dir heute den Südwesten der USA vorstellen. Das ist natürlich kein Land im klassischen Sinne, aber das ist der Teil des Landes, der unser Herz schon vor langem im Sturm erobert hat. Seit 2011 reisen wir gemeinsam und kommen insgesamt auf über 10 Besuche auf der anderen Seite „des großen Teichs“. Unterwegs versuchen wir unsere Stimmung und die durchlebten Emotionen auf Fotos zu bannen. Die Fotoausrüstung des ambitionierten Hobby-Fotografen gehört also ebenso zu hikelust, wie die Welt rund ums Reisen und Wandern. Noch mehr über uns kannst du hier erfahren.we are hikelust 2

1. Warum sollte man den SW der USA einmal besuchen?  

Die Antwort auf diese Frage könnte sicherlich problemlos mehrere Seiten füllen. Für uns stehen aber drei Gründe sinnbildlich für dieses vielfältige Land:

  1. Die Natur – die Natur ist so wie wir sie mögen – heiß und trocken aber dabei fernab von wüst und öde, sondern abwechslungsreich absolut faszinierend.
  2. Die Freiheit – die USA haben den Ruf, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu sein. An diesem Spruch, der eigentlich das Märchen des zum Millionär mutierten Tellerwäschers wiedergeben soll, ist auch neben der ökonomischen Freiheit viel Wahres.
  3. Die Menschen – wir können das weit verbreitete Vorurteil, die Amerikaner seien oberflächlich, überhaupt nicht teilen. Wir lernen auf unseren Reisen fast ausschließlich, nette, aufgeschlossene und überaus hilfsbereite Menschen kennen. Man sollte sicherlich nicht die Erwartung haben, dass dieses uns oftmals etwas verquer erscheinende Völkchen uns und unserer Kultur ähnlich ist, nur weil sie uns optisch ähnlich aussehen. Eine andere Kultur und eine andere Geschichte prägen das wunderbare Land. Und mit etwas Toleranz diesem gegenüber werden dir deine persönlichen Begegnungen sicherlich lange positiv im gedanklichen Urlaubsalbum erhalten bleiben.

Alstrom Point AZ

2. Wann ist deiner Meinung nach die beste (Jahres-)Zeit, um den SW der USA zu besuchen?

Diese Frage lässt sich ganz klar mit einem „immer“ beantworten. Es kommt darauf an, auf was für ein Wetter du es abgesehen hast. Im Sommer (Mai bis Mitte August) ist es tendenziell heiß und trocken (und wir reden hier über 10-20% Luftfeuchtigkeits-trocken). Ab August beginnt die Monsun-Saison, es wird also wahrscheinlich etwas mehr regnen. Während dann einige interessante Orte nicht mehr gut zu erreichen sind (da sich die Schotterpisten eher schnell als langsam zur Mondlandschaft wandeln), erstrahlen andere Orte in prächtigen Farben, die unter der steil stehenden Sonne des Sommers verborgen geblieben sind. Ähnliches gilt für den Winter. Wir waren mehrfach im Winter dort und haben von 29° in Las Vegas bis zu Schnee nur ein paar Kilometer weiter alle Klimazonen erlebt. Unsere Zeit ist unverhohlen aber der Sommer. Sind 40° nichts für dich, ist das Frühjahr oder aber die Zeit nach der „Regensaison“ (ab Ende Oktober) die netteste Zeit.

DSC_3224

3. Welches ist die beste Art den SW der USA zu erkunden?

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist auch nahezu unbegrenzt groß. Zu Fuß ohne weitere Transportmittel sind die weiten Distanzen sicherlich nicht zurück zu legen. Für uns ist das „Reisemittel“ der Wahl eindeutig das Auto. Freiheit in den USA bedeutet auch Freiheit mit dem Auto. Während wir gerne mit dem VW-Bus durch Europa getourt sind, ziehen wir ein Auto (mit wechselnden Unterkünften für die Nacht) dort deutlich vor. Du kannst es also getrost einen Roadtrip nennen. Auch wenn die USA ein Mekka für Wohnmobilenthusiasten ist, genießen wir es immer „noch einmal schnell“ mit dem Auto loszufahren – zum Sonnenuntergang, zum Grillen, zum Einkaufen – ohne immer den gesamten „Hausstand“ dabei zu haben. Das öffentliche Verkehrsnetz ist besonders im Südwesten der USA nur sehr rudimentär ausgeprägt. Es gibt die Greyhound-Überlandbusse oder auch die ein oder andere Zuglinie. Wirklich empfehlenswert ist das allerdings nicht. Für unser europäischen Vorstellungen ist es in den Städten ähnlich desolat. Ohne ein eigenes Gefährt (Wohnmobil oder Auto) ist ein wirkliches Erkunden des Landes nicht vorstellbar. Benzin ist für unsere Verhältnisse sehr billig und für einen Mietwagen bezahlt man ca. ab 400 EUR für zwei Wochen

Infos zu den Streckenverläufen unserer letzten Reisen wie auch hilfreiche Tipps zum Planen und Buchen findest du bei uns auf der Seite in jeweils eigenen und ausführlichen Beiträgen. Schau gerne hier vorbei oder schreib uns gerne.

Valley of Fire NV

4. Welches sind die schönsten, faszinierendsten Sehenswürdigkeiten in dem SW der USA? 

Oh ha, wo sollen wir da anfangen… Ich möchte es gerne einmal so sagen:

1. Die Wüste – Wir lieben die Wüste und die atemberaubende Natur, die dir dort geboten wird (z.B. in Tucson, AZ oder Palm Springs, CA).

2. Die Felsen – besonders die roten Sandsteinfelsen des Südwestens gehört unser Herz (z.B. in Las Vegas, NV oder Moab, UT).

3. Das Meer – Die unvorstellbare Weite des pazifischen Ozeans weckst nicht nur bei uns Norddeutschen die Sehnsucht nach mehr (z.B. in San Diego, CA oder Los Angeles, CA).

4. Die Nationalparks – Im Land sind viele landschaftliche Schönheiten als Nationalparks ausgewiesen (z.B. Grand Canyon NP oder Arches NP).

5. Die Metropolen – zugegebenermaßen gehören ein paar Städte auch einfach dazu (z.B. Las Vegas, NV oder Phoenix, AZ).

Arches NationalPark UT

5. Welche Orte (Städte) dürfen auf der Reiseroute auf gar keinen Fall fehlen und warum?

Ich beschränke mich mal auf die Top 3. Das sind (ganz oben auf dem Treppchen) Sedona in Arizona, Las Vegas in Nevada und Kanab in Utah.

In Sedona ziehen uns feuerrote Felsen, schattenspendende Wälder und grandiose Wanderungen in einem toleranten Ambiente, das seinesgleichen sucht. In Las Vegas bekommst Du die unbegrenzten Möglichkeiten in einer Stadt. Von farbigen Sandstein und trockenen Sandwüsten geht es in die berühmt berüchtigte Stadt der Sünde – mit wenig Glamour aber viel Glitzer. Las Vegas ist unsere Liebe auf den zweiten Blick. Hier haben wir beschrieben, warum das so ist.

Sedona AZ

6. Ist der Südwesten der USA sicher zu bereisen oder hast du Tipps wie man sich am besten verhalten sollte um sicher unterwegs zu sein? 

Die USA sind grundsätzlich sicher. Jedoch hört immer wieder Berichte von Überfällen auf Touristen. Im ländlichen Raum gibt es meistens keine Probleme. Du kannst dort relativ sicher vor Übergriffen 24/7 unterwegs sein. Etwas problematischer ist es tendenziell in den Städten. Besonders an den Orten, ab dem das Gefälle zwischen Arm und Reich besonders groß ist. In Orten wie Los Angeles, Las Vegas, Phoenix, usw. gibt es Ecken, die man meiden sollte. Gefühlt ist die Gewaltschwelle dort niedriger und es passiert einfach mehr. Wenn du dich vorher vor einem ausgedehnten Nachspaziergang im Hotel/AirBnB oder einer Touristen-Info über die „Hood“ informierst, bist du aber auf der sicheren Seite.

False Kiva UT

7. Sollte man in den Südwesten der USA die Reise vorher planen oder sich treiben lassen und spontan Hotels und Ausflüge buchen? 

Das kommt ganz klar auf die Jahreszeit und die konkrete Region an. Am liebsten lassen wir uns treiben und buchen die Unterkünfte spontan – dank Internet ja keine wirkliche Herausforderung mehr. Es gibt allerdings Regionen, die mitten im Nirgendwo einfach keine ausreichende Bettenkapazität, dafür aber anziehende Attraktionen haben. Da ist teilweise schon 6 Monate Vorlaufzeit etwas knapp. Wir legen unsere Route vorher deshalb grob fest und buchen die meisten Unterkünfte so, dass wir sie wieder stornieren (oder zumindest umbuchen) können. Touren oder Ausflüge buchen wir grundsätzlich vor Ort – immer nach der ausgedehnten Rücksprache mit Einheimischen.

we are hikelust 1

8. Welche Sprache wird in Südwesten der USA gesprochen? Kommt man auch gut mit Englisch oder sogar Deutsch zurecht?

Englisch reicht auf jeden Fall….Streber können auch noch in weiten Teilen der Region mit Spanisch punkten 😉

9. Was zeichnet die Landschaft im Südwesten der USA besonders aus und was davon findest du am Sehenswertesten? 

Die Landschaft zeichnet aus, dass wirklich für alle Geschmäcker etwas gibt… Meer (z.B. in San Diego), Berge (z.B. Sierra Nevada oder Penninsular Ranges), Hochplateau und Wälder (z.B. Zion NP), Hochwüste (z.B. Kanab oder Moab), roten Sandstein (z.B. Sedona) oder eben die klassische Wüste (z.B. Las Vegas oder Tucson). Nationalparks in den USA haben eine lange Tradition und sind gute Anlaufpunkte für Naturliebhaber. Hierbei würde ich aber nicht bewenden lassen. Die Landschaft ist auch außerhalb der Parks grandios und wartet nur darauf von dir entdeckt zu werden.

Monument Valley

10. Gibt es besondere Aktivitäten, die man im Südwesten der USA unternehmen kann? 

Gemessen an der Vielfalt der Landschaft eigentlich alles. Skifahren in der Sierra Nevada oder in Salt Lake City (da waren sogar mal olympische Winterspiele), Tauchen, Surfen, Wandern, Trekking, Klettern und und und… Für uns steht aber das Wandern im Fokus.

11. Welches sind deine absoluten Highlights?

Zu unseren Favoriten gehören: 1. Sedona, 2. Kanab und 3. Las Vegas… Wir verraten hier
15 Orte im Südwesten der USA die für uns absoluten Wow-Effekt haben

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12. Welche besonderen Tipps kannst du für den Südwesten der USA geben?

Trau Dich abseits der ausgetrampelten Pfade nach dem zu suchen, was Dich glücklich macht. Die USA sind das Land der unbegrenzten Möglichkeiten – sie sind es wirklich. Du musst es nur wagen Dir diese Möglichkeiten selber zu erschließen.

13. Was sollte man bei einer Reise in den Südwesten der USA unbedingt einpacken?

Für uns unbedingt: Wanderschuhe, Fotoapparat, bequeme Wanderkleidung, Sonnenhut…Dann noch Führerschein und Kreditkarte und es kann dich nichts mehr stoppen 😉

Joshua Tree Nationakpark by night

 

Währung (~Wechselkurs): US Dollar – der Kurs schwankt z.Zt. recht stark und liegt zwischen 1EUR : 1,05-1,10 UDS

Reisebudget (ca. Kosten pro Tag): Ich würde es vermessen finden, ein Budget zu nennen. Es kommt auf so vieles an…Wie reist Du? Mit was für einem Auto? Wie möchtest Du schlafen (in Mehrbettzimmern für 10 USD / Nacht oder im Luxushotel für 400 USD / Nacht)? Was und wie möchtest Du essen (Selbstversorger vs. „gute Restaurants“)? Wir geben uns beim Reisen kein klassisches Budget für einen Tag, sondern überlegen für jeden einzelnen Posten, ob er uns das wert ist, was er kosten soll….

Visumspflicht: Es gibt keine Visumspflicht, sondern die Visumsfreie Einreisemöglichkeit für Touristen aus bestimmten EU-Ländern (u.a. Deutschland). Diese Erlaubnis ermöglicht einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen am Stück, für einen Zeitraum von 2 Jahren und erlaubt keine anderen Aktivitäten, als touristische. Hier geht’s zum sog. ESTA-Verfahren: https://esta.cbp.dhs.gov/esta/

Empfohlene Impfungen: KEINE

3 Kommentare zu „Länderprofi-Kampagne: Der Südwesten der USA

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