Länderprofikampagne: Nepal

Namaste! Mein Name ist Alisha, bin 22 Jahre alt und ich möchte euch etwas über mein Heimatland Nepal erzählen. Mein Herz liegt dort und so bin ich in unserem Verein Chance for Life Nepal e.V. aktiv um es auch aus der Ferne zu unterstützen. Wir setzen uns für Bildung für unterprivilegierte Kinder in Nepal ein.

Die Erdbeben in April 2015 war ein schwerer Schlag für Nepal. Nichtsdestotrotz ist das kleine Land am Fuße des Himalayas bereit für euer Abendteuer!

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1. Warum sollte man Nepal einmal besuchen?

Es ist die Vielfalt der Kulturen, der Sprachen und der Menschen dort. Nepal ist ein Vielvölkerstaat. Die einzelnen Volksgruppen haben sich individuell in verschiedene Richtungen entwickelt. Es ist beeindruckend dies in einem so kleinen Land wie Nepal zu erleben. Doch Nepal verändert sich stetig, wer noch den alten Zauber erleben möchte, sollte schnell dorthin reisen.

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2. Wann ist deiner Meinung nach die beste (Jahres-)Zeit, um Nepal zu besuchen?

Wenn man die Wahl hat, sollte man ab September nach Nepal. Die Regenzeit ist dann vorbei und die hinduistische Feiertage beginnen. Bei uns Hindus kann jeder mitfeiern. Offenheit und Neugier werden mit wunderbaren Erfahrungen belohnt. Man muss nur bedenken, Feiertage bedeuten natürlich auch, dass für einige Tage das geschäftliche Leben still stehen kann. Ansonsten kann man das ganze Jahr nach Nepal.
Sollte man aber Trekking oder ähnliches planen, so ist der Sommer aufgrund der Regenzeit ungeeignet.

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3. Welches ist die beste Art Nepal zu erkunden?

Am besten bereist man Nepal zu Fuß. Die Infrastruktur ist außerhalb der großen Städte schlecht bis gar nicht ausgebaut. Ebenso kann ich einen Mietwagen empfehlen.
Für die Abenteurer unter euch die auf Annehmlichkeiten und Privatsphäre pfeifen, sind Busse perfekt. Beachtet nur, die Straßen in Nepal sind nicht das was wir hier unter einer Straße verstehen und die Busse sind nicht so groß.
Die Straßen sind teilweise gerade einmal breit genug für ein Auto, dass heißt, wenn euch ein Auto entgegen kommt, muss erst einmal geklärt werden, wer bis zu einer Einbuchtung zurück fährt – rückwärts. Zwischen euch und dem Abhang liegt nur das Können eures Fahrers. Leitplanken oder ähnliches gibt es dort meistens nicht. Für diejenigen unter euch die keine Höhenangst haben, kann es eine schöne Aussicht sein, ein paar 100 m in die Tiefe zu schauen. Sollte man ein Auto mieten egal mit oder ohne Fahrer, achtet darauf dass es einen Allradantrieb hat – ohne Allradantrieb ist man verloren. Es kann sehr gut passieren, dass die Straße durch einen Fluss unterbrochen wird oder durch einen Erdrutsch. Allrad ist dann dein bester Freund.

Von Inlandsflügen würde ich abraten, diese sind für Ausländer super teuer.

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4. Welches sind die schönsten, faszinierendsten Sehenswürdigkeiten in Nepal?

Das ist eine schwierige Frage. In Kathmandu stehen viele Kulturdenkmäler. Man sollte sich einfach in Kathmandu treiben lassen und sich ein wenig in den Gängen verlieren. Der Übergang zwischen Hinduismus und Buddhismus ist in der Stadt fließend und das Zusammenspiel beeindruckend.

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5. Welche Orte (Städte) dürfen auf der Reiseroute auf gar keinen Fall fehlen und
warum?

Die bekannteste Stadt ist wohl Pokhara. Hier beginnen eigentlich fast alle Trekkingrouten, am berühmtesten ist der Annapurna Trek. In Pokhara kann man bei klaren Wetter die Berge sehen. Außerdem ist Pokhara eine Stadt auf Flüssen, mit einem See in ihrer Mitte. Der bekannteste Fluss ist der Setho Pani ( Weißes Wasser), er ist milchig weißgrau. Vor Pokhara fließt er überirdisch und „verschwindet“ im späteren Verlauf auf magische Art und Weise. In der Stadt taucht er als Wasserfall wieder auf. Pokhara besitzt dank des Bergsteigertourismus eine vergleichsweise sehr gute Infrastruktur.

Ebenfalls unbedingt sehenswert ist Chitwan. Dort ist ein großer Nationalpark. Hier kann man auf Elefanten den Dschungel erkunden und sich auf die Suche nach Tiger, Nashörner und Co. machen. Ich hatte das Glück ein Nashornbaby beobachten zu dürfen. Zudem werden auch Bootstouren angeboten, entweder morgens für „Birdwatching“ oder tagsüber, dann kann man zu der Elefantenaufzuchtstelle fahren. Es ist jedoch wenig ratsam seine Hände in das Wasser zu tauchen, der Fluss ist voll mit Krokodilen, die sich bestens an die Wasserfarbe angepasst haben.

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Zum Pflichtprogramm zählt auch Lumbini. Nur wenige wissen, dass Buddha in Nepal und nicht in Indien geboren wurde. Hier kann man die Geburtsstätte Buddhas besuchen. Viele buddhistische Länder haben hier einen Tempel, als Ehrung Buddhas gebaut. Teilweise werden diese sogar von Mönchen aus den jeweiligen Ländern bewohnt. In Lumbini kann man wunderbar sehen, wie vielfältig der Buddhismus sein kann und gelebt wird. Es haben einige westliche Länder einen Tempel in Kooperation mit dem jeweiligen buddhistischem Land gebaut. Sogar Deutschland hat einen Tempel dort stehen. Auf jeden Fall sollte man die Tempelanlagen in den Morgenstunden besuchen. Lumbini liegt in der Ebene und ist sehr sehr warm für nepalesische Verhältnisse. Und wundert euch nicht, auf heiligem Boden müsst ihr meist eure Schuhe ausziehen.

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6. Nepal sicher zu bereisen oder hast du Tipps wie man sich am besten
verhalten sollte um sicher unterwegs zu sein?

Höflichkeit und Respekt sind das A und O. Zu offensichtliches flirten oder ähnliches würde ich unterlassen, es ist immer noch ein asiatisches Land. Für Frauen speziell würde ich sagen, man sollte sich eher bedeckt anziehen. Wir sind nicht sehr streng was das Frauenbild angeht, aber eine Frau mit Hot Pants und tiefem Ausschnitt fällt doch auf. Und wie schon gesagt, hat dies auch etwas mit Respekt zu tun. Denn überall umgeben einen Tempelanlagen und heilige Figuren, es wäre unhöflich, sich dort unpassend gekleidet zu bewegen.
Nicht zuletzt geht es dabei auch im die eigene Sicherheit, neben einer Vielzahl von Insekten ist es ebenso gut möglich, dass einem einheimische Tiere begegnen. Es ist selten aber kommt dennoch manchmal vor, dass man von Affen angegriffen wird, weil man etwas zum Essen dabei hat. Natürlich sind die allgemeinen Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes zu beachten.
Zudem achtet unbedingt auf das Wasser! Wenn ihr Wasser trinkt, dann nur, wenn ihr euch zu 200 % sicher sein könnt, dass es auch wirklich abgekocht wurde. Ansonsten würde ich immer eine Wasseraufbereitungstablette nehmen, diese reinigt das Wasser bis es auch unser deutscher Magen verkraftet.

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7. Sollte man in Nepal die Reise vorher planen oder sich treiben lassen und
spontan Hotels und Ausflüge buchen?

Es ist von den eigenen Vorlieben abhängig und wie viel Zeit man hat. Möchte man eine Trekkingtour machen, dann sollte dies vorher schon in den Grundzügen geplant sein. Plant man hingegen Land und Menschen kennen zu lernen, dann würde ich nur Übernachtungen für die erste und die letzte Station buchen. Lasst euch überraschen, wo es euch in der restlichen Zeit hin verschlägt. Ich hatte damals nicht viel Zeit und habe Pokhara, Lumbini und Chitwan über eine Reiseagentur planen lassen. Dies kann man jedoch auch alles wunderbar vor Ort buchen.

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8. Welche Sprache wird in Nepal gesprochen? Kommt man auch gut mit
Englisch oder sogar Deutsch zurecht?

Es werden über 100 Sprachen gesprochen. Die Amtssprache ist dabei aber Nepali. Mit Englisch kommt man jedoch sehr gut zurecht. Aber am Ende kann man sich immer noch mit Händen und Füßen verständigen.

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9. Was zeichnet die Landschaft in Nepal besonders aus und was davon findest du am Sehens-wertesten?

Kathmandu liegt 3000m über NN und ist umgeben von Bergen. In Nepal herrscht ein ständiges Auf und Ab. Auf dem Weg zu seinem eigentlich Ziel durchquert man nicht selten einige Täler und erklimmt den ein oder anderen Berg. Hierbei kann man viele kleine Wasserfälle am Straßenrand beobachten. Weiterhin prägen die typischen Reisfelder und großen Rhododendrenbäume das Landschaftsbild.

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10. Gibt es besondere Aktivitäten, die man in Nepal unternehmen kann?

Trekking, was sonst? Man muss natürlich nicht gleich den Mount Everest besteigen, es gibt unzählige Trekkingrouten im ganzen Land. Sehr beliebt sind ebenfalls Rafting und Bungeejumping.

11. Welches sind deine absoluten Highlights?

Mein absolutes Highlight ist das nepalesische Essen. Ich liebe Mo:mos, dass sind gefüllte Teigtaschen und ich könnte sie jeden Tag essen. Probiert und nasch von allem, wir haben eine wunderbare vielfältige Küche. So viele verschiedene Gemüsesorten werdet ihr hier in Deutschland nicht finden, also probiert sie.

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12. Welche besonderen Tipps kannst du für Nepal geben?

Viele Menschen leben dort in bitterste Armut, blendet das nicht aus aber lauft auch nicht mit Mitleidsblicken durch das Land. Es ist nun mal wie es ist. Seid offen für Neues, springt über euren Schatten und lasst euch treiben. Ein nepalesisches Kind lernt erst tanzen und dann gehen. Nepalesen lieben Musik, Tanz und die Gesellschaft. Deswegen haben wir auch so viele Feiertage. 😉

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13. Was sollte man bei einer Reise nach Nepal unbedingt einpacken?

Gutes Schuhwerk, wetterfeste Jacke und Wasseraufbereitungstabletten.

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2 Gedanken zu “Länderprofikampagne: Nepal

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