Riga – Eine abendliche Bekanntschaft mit einer lettischen Schönheit

Wir machten während unseres Roadtrips große Sprünge. So hieß unsere nächste Station nach der kurischen Nehrung – Riga! Das bedeutete heute 360km hinter uns zu bringen.

Dabei sahen wir aber einfach den Weg als das Ziel und machten uns keinen Stress. Wir machten einen Zwischenstopp am Berg der Kreuze und zum Mittagessen an einem Restaurant. Die Strecke zog sich trotzdem ewig. Die endlosen kerzengeraden Straßen machten das nicht gerade besser. Ein kleines mentales Etappenziel steckten wir uns am Grenzübergang zwischen Litauen und Lettland. Allerdings war das nicht gerade spektakulär. Ein großes Schild mit unseren EU-Sternen und eine Straße, die an der ehemaligen Grenzstation vorbei führte. Ein Hoch auf die EU 🙂

Als wir endlich doch in Riga ankamen erwartet uns erst einmal ein nerven raubender Großstadt-Verkehr. Klar – Riga ist die größte Metropole im Baltikum und wie ich bestätigen kann auch die einzige, die so sehr großstädtisch ist. Unser Hotel lag ziemlich nah an der Altstadt, so dass wir ziemlich lange brauchten uns durch den dichten Verkehr zu kämpfen. Fahrtechnisch definitiv die größte Anstrengung unserer Tour. (Wir sind ja selber schuld. Ich schaffe es immer wieder bei meinen Planungen Entfernungen jämmerlichst zu unterschätzen. So wie auf Bali, wo ich die Insel in drei Tagen umrunden wollte :’D )

Unser Hostel lag in einem Hinterhof und hatte (das war uns wichtig) eigene Parkplätze. Wir hatten ein Doppelzimmer mit eigenem Bad gemietet, vor Ort wollte der Hostel-Angestellte nochmal 10€ extra für ein eigenes Bad. Da bei uns die Nerven, dank der langen Fahrt, ein bisschen blank lagen diskutierten wir nicht lange darüber und willigten ein. Das Zimmer war ganz ordentlich, aber keine Hit und stank sehr nach Qualm.

Nachdem wir uns kurz akklimatisiert hatten, machten wir uns auf in Rigas Altstadt. Es war schon dunkel und schon auf dem Weg in die Altstadt, fiel der Stress des Tages von uns ab. Die wunderschönen Jugendstil-Fassaden, die wunderbar beleuchtet waren. Wir wussten gar nicht wo wir zu erst hinsehen sollten.

Wir legten an diesem Abend noch einige Kilometer zurück und erkundeten alles, was man in Rigas Altstadt so gesehen haben sollte. Was uns allerdings auffiel, Riga ist vom Preisniveau deutlich über Litauen, eigentlich teilweise schon ein bisschen über deutschem Niveau. Kein wunder – hier zieht es viele gut betuchte russische Touristen her. Auch wenn ich meist außer Postkarten nix kaufe liebe ich es in Souvenirläden zu stöbern. Und dabei nicht den Kitsch, den es überall gibt, sondern typisch einheimische Dinge. So haben es mit dir hübsch gemusterten typisch-lettischen Strick-Teile sehr angetan. (Ich nehme es Tino heute noch ein bisschen übel, dass er mir den Kauf einer der hübschen Strickmützen für 30€ ausgeredet hat. ) 😉

Was uns aber auch auffiel war die sehr freundliche und offene Art der Letten, die uns überall entgegnete. So war der Kellner beim Italiener, wo wir zu Abend aßen total hin und weg von uns, weil wir aus Deutschland sind. Die meisten Touristen kommen wie gesagt aus Russland oder den skandinavischen Ländern. Er wollte mit uns den ganzen Abend erzählen, was er so wusste über deutsche Autos und Fußball.

Viel mehr kann ich über Riga leider nicht berichten. Am nächsten morgen ging es für uns schon weiter nach Tallin. Eigentlich wollten wir auf dem Rückweg hier noch einmal eine Nacht verbringen, aber die Erinnerung an den Horror-Verkehr hielt uns davon ab. Trotzdem hat mir das was ich von Riga gesehen habe sehr gefallen. (Abgesehen vom vielen Verkehr) 😉

Wart ihr schon mal in der lettischen Hauptstadt? Wie hat es euch gefallen? Fandet ihr den Verkehr auch so übel? Ich freue mich auf eure Kommentare 🙂

3 Kommentare zu „Riga – Eine abendliche Bekanntschaft mit einer lettischen Schönheit

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  1. Ich war erst letztes Wochenende in Riga. Allerdings kann ich zum Verkehr nicht wirklich was sagen, da wir nicht selbst gefahren sind. Sondern geflogen und wenn mit dem Bus gefahren. Zufälligerweise kam auch gerade heute mein Bericht dazu. 🙂
    Aber ansonsten fand ich Riga auch ganz schön. Die Altstadt hat es uns auch am meisten angetan, wobei man der Neustadt auch mal ein Besuch abstatten sollten, wie wir am Samstagabend kurzzeitig festgestellt, dann aber keine leider Zeit mehr hatten. 😦
    Na ja, irgendwann wird man bestimmt nochmal nach Riga kommen. 🙂

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