Panama City – die majestätische Metropole in Amerikas Mitte

In Panama City startete und endete unser Panama-Roadtrip, das hatte vor allem praktische Gründe. Nach Panama-City gibt es die besten und günstigsten Verbindungen von Europa aus, dabei fliegen die Airlines von großen Knotenpunkten, wie Amsterdam oder Madrid, über das große Wasser.

In Panama City angekommen hatten wir erstmal mit einem ganz schönen Kulturschock zu kämpfen. Die Mischung aus Jetlag, Übermüdung, krassem Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsunterschied und dem zunächst etwas gewöhnungsbedürftigen (verdreckten) Stadtbild beutelten uns am ersten Tag schon etwas. Auch unsere Unterkunft ein etwas in die Jahre gekommenes Hostel machte uns den Empfang in Panama nicht angenehmer.

Naja piensen bringt ja nix, also rafften wir uns nach dem ersten Schock auf und erkundeten zu Fuß sie Umgebung. Die Straßen sind recht verwinkelt, aber mit einer Offline-Karte fanden wir uns gut zu recht.

Die zwielichtige Altstadt – Casco Viejo

Um den riesigen Hochhäusern zu entkommen, die mir als Landei doch etwas erdrückend vorkommen, wählten wir als erstes Ziel die bekannte Altstadt – Casco Viejo. Der Einfachheit halber schnappten wir uns ein Taxi, das uns direkt im Zentrum absetzte. Von dort aus starteten wir zu Fuß unsere Erkundungstour. Die bunten Gebäude im Kolonialstil erscheinen mir gleich mal sympatischer, als die hohen Glasbauten um Zentrum. Von hier aus wirkt die Skyline, in sicherer Entfernung, auch sehr stimmig und friedlich.

Außerdem treffen wir hier sehr viele Touristen in obligatorischen Gruppen. Viele Busse erreichen die engen Gassen. Uns fällt auf, dass die alle so ziemlich die selbe Route abfahren. Die Route, wo die Fassaden hübsch saniert sind. Doch sobald man in eine der Parallelstraßen einbiegt, ist das Bild nicht mehr so hübsch und poliert.

Wir hatten vorab auch schon über den zwielichtigen Ruf, der Altstadt gelesen und auch wenn wir auf solche Vorurteile nicht viel geben, machten wir doch die Erfahrung, dass wir hier nachts lieber nicht unterwegs sein wollen. Als wir einen Taxifahrer nach dem Preis für die Rückfahrt fragten, bot dieser meinem Freund eine kostenlose Fahrt, im Gegenzug zu einer Nacht mit mir. Da sich schnell eine Traube an anderen grölenden Taxifahrern um uns gebildet hatte, suchten wir lieber schnell das Weite. Eine echt unangenehme Situation, die uns kurz verunsicherte.

Die moderne Parzifikpromenade

Also machten wir uns zu Fuß auf den Rückweg zu unserer Unterkunft, was auch sein gutes hatte, denn der führte uns über die hübsche Promenade am Parzifikufer, die für uns einen tollen freundlichen Kontrast zur auf uns etwas schäbig wirkenden Altstadt bildete.

Zum ersten mal fühlten wir uns richtig wohl in Panama. Hier findet das Leben statt. Jugendliche treffen sich und sitzen zusammen auf einer der Wiesen oder der Mauer. Kinder spielen auf den schön angelegten Spielplätzen und Pärchen bummeln auf der Straße. Auch wir setzten uns eine ganze Weile auf die Mauer und betrachteten fasziniert die gigantische Skyline und den alten Hafen.

Immer wieder stehen Männer mit Einkaufswägen in denen Kühlboxen stehen und verkaufen dort gekühlte Softdrinks. Wir genehmigen uns auch einen.

Auch Grünflächen sind hübsch angelegt und gepflegt, sie geben der grauen Stadt ein bisschen tropischen Charme. Uns ist durchaus klar, dass diese hübschen Anlagen und die ganze Promenade in erster Linie für Touristen und weniger für die Bewohner von Panama City angelegt wurde.

Panama Kanal – die Miraflores Locks

Ganz klares Pflichtprogramm für Panama City ist natürlich der Kanal. Dieses gigantische Bauwerk sollte einfach jeder mal gesehen haben. Dafür wurde extra das Besucherzentrum an den Miraflores Locks angelegt.

Wir starten am frühen morgen und steuern eine nahe gelegene Metrostation an. Während wir mit den Bushaltestellen etwas überfordert waren und die Fahrpläne nicht wirklich geblickt haben, ist Metro-Fahren idiotensicher. Schon an den Ticketautomaten steht zu jeder Zeit eine nette Dame, die uns geduldig das System erklärt hat. Eine Art Prepaid-System. Man kauft sich eine Karte und kann diese nach Belieben aufladen. Die Modernen Drehkreuze buchen die Gebühr für die Fahrten ganz automatisch ab. Herrlich unkompliziert. (Gut es gibt bisher auch nur eine einzige Linie). Wir fahren bis zu Endstation dem großen „Albrook“-Busbahnhof.

Von dort aus ist es nicht schwer den Bus zu den „Miraflores Locks“ zu finden. Auch wenn wir eine Stunde länger warten müssen, als auf dem Plan steht sitzen wir schließlich im Bus, welcher uns bis vor die Tür, des Besucherzentrums fährt.

Dort müssen wir erstmal 15$ pro Person Eintritt zahlen. Ganz schön happig. Das Besucherzentrum beinhaltet ein Museum, über den Bau, welches wir mit mittlerer Begeisterung schnell durchlaufen. Denn oben angekommen erwarten und endlich die Terrassen mit der bekannten Aussicht über den Kanal. Dort essen wir ein Eis.  Wir haben von Mitreisenden im Hostel gehört, dass die sich über die 15$ tierisch geärgert haben, weil sie nicht mal ein Schiff sehen konnten. Hätten wir keinen Schleußvorgang erlebt, hätten wir uns sicherlich auch ganz schön geärgert, denn das Museum ist das nicht wert. Wir haben Glück während wir dort sitzen und Eis essen nähert sich eines der gigantischen Schiffe und wir können den kompletten Schleußvorgang erleben. Ein echt einmaliges Erlebnis, das uns echt zum Staunen brachte.

Im Dschungel – Metropolitan- Park

Ja genau, einen Dschungel gibt es auch direkt angrenzend an die Stadt. Da wir im Metrofahren schon echte Profis sind, nehmen wir auch diesem morgen wieder die Metro nach Albrook und fahren von dort aus noch ein kleines Stück mit dem Taxi. Am Eingang gibt es ein kleines Besucherzentrum, wo wir einen kleinen Eintritt bezahlen und dafür mit einer Karte ausgestattet werden. Es gibt drei verschiedene Wanderwege, in verschiedenen Längen. Wir gehen natürlich den längsten.

Der Weg durch den Dschungel ist wirklich cool. Wir sehen Blattschneideameisen, Affen und viele exotische Vögel. Es gibt einzelne Aussichtsbpunkte, wo sich das grüne Dickicht ein bisschten lichtet und einen toll eingerahmten Blick auf die Skyline von Panama City freigibt. Ein echt krasser Kontrast.

Eine tolle Wanderung, auch wenn es bei tropischer Hitze ganz schön anstrengend wird und es keine Möglichkeit gibt an etwas zu trinken zu kommen. Die eingezeichneten Wasserhähne auf der Wanderkarte sind leider Vandalismus zum Opfer gefallen.

In luftiger Höhe

Aus unserem ersten Hostel nach der Ankunft hatten wir gelernt und als wir die letzten Tage vor unserem Flug noch einmal in Panamas Hauptstadt waren, wählten wir unsere Unterkunft mit mehr bedacht. Für lediglich 10€ mehr Budget tauschten wir unser schäbiges Hostel gegen ein Zen Hotel mit luxuriösen Zimmern, einem geilen Frühstück und einer Bar mit Pool auf dem Dach im 14. Stockwerk.

Die letzte Nacht wollten wir sogar noch ein bisschen höher hinaus und suchten uns ein Hotel mit Pool auf dem Dach im 27. Stockwerk. Von dort aus hat man eine tolle Aussicht über die Stadt, die sich aus dieser Höhe von ihrer schönsten Seite zeigt.

Wenn man in Panama City ist sollte man auf jeden Fall versuchen einmal auf einen der vielen Wolkenkratzer zu kommen. Wer dafür kein Zimmer buchen will, der kann auch eine der Rooftop-Bars besuchen um die atemberaubende Aussicht zu erleben.

Panama City sollte bei jeder Panama-Reise erkundet werden. Die größte Metropole Lateinamerikas hat wirklich eine Menge zu bieten.

Warst du auch schon in Panama-City? Wie hat dir die Stadt gefallen? Hast du noch andere Tipps? Oder Fragen? Ich freue mich auf deine Kommentare 🙂

2 Kommentare zu „Panama City – die majestätische Metropole in Amerikas Mitte

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