Albanien Roadtrip I – Anreise über Umwege (aber dafür mit Gyros und Tsatsiki) ;-)

Dieses Jahr war bisher sehr turbulent. Deswegen ist leider auch das Reisen ein bisschen zu kurz gekommen. Die letzte Zeit war sogar nicht mal ganz sicher, ob ich noch eine gemeinsame Woche Urlaub mit meinem Schatz ergattern kann. Bis auf meinen portugiesischen Jakobsweg im Januar und ein paar Kurztrips, war es dieses Jahr ein bisschen heimischer, naja aber bei dem (Rekord-) Sommer war das wohl gar nicht so übel 😉

Erst drei Tage im voraus bekamen wir endlich das endgültige „Go!“ für unseren Urlaub. Erst hatten wir überlegt einmal quer durch Deutschland zu touren, aber bereits seit dem Sommer spielte ich mit dem Gedanken einmal nach Albanien zu reisen. „Mit dem Gedanken schwanger“ war ich eigentlich schon seit ich die begeisterten Berichte von comewithus2 verschlungen habe. Die beiden haben schon relativ früh auf Ihrem gigantischen Europa-Roadtrip das kleine Balkan Land erkundet.

Leider mit deutlich weniger Zeit im Gepäck, aber dafür mit einer ungebunden Neugierde planten wir innerhalb von nur 3 Tagen unseren Roadtrip durch Albanien.

Wieder mal eines dieser Länder über das jeder einer Meinung, aber keine Ahnung zu haben scheint. Aber spätestens seit ich Rumänien so sehr kennen und lieben gelernt habe, nehme ich all die Vorurteile, die man so zu hören bekommt gerne mit Humor. Aber von Vorne.

Anreise über Umwege …

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Der Hinflug über Korfu

Albanien ist zum Glück „noch“ keines der Länder, in denen der Massentourismus so stark angekommen ist, wie in den vielen typischen Urlaubsdestinationen rund um Ionisches Meer und Adria. Das ist toll, weil man nicht ausschließlich auf ausgetretenen Pfaden geht. Weil man noch etwas entdecken kann und weil die blinde Gier nach Kapital die Gastfreundschaft noch nicht völlig abgelöst hat. Auch, wenn man das leider nicht mehr von allen Teilen des Landes behaupten kann…

Trotzdem fliegen natürlich nicht im 15-Minuten Takt Billig-Flieger nach Albanien. In Albanien gibt es derzeit auch nur einen Flughafen in der Hauptstadt Tirana. Die Flüge dorthin waren leider so kurzfristig recht teuer. Auf einer Suche nach alternativen bin ich auf einen „Nachbarn“ gestoßen, auf dem sehr wohl im 15-Minuten Takt die Flieger aufschlagen. Und „aufschlagen“ kann man bei der kurzen Landebahn ruhig wörtlich nehmen 😉 Genau –  die Rede ist von der griechischen Urlaubsinsel Korfu, die an der schmälsten Stelle gerade mal knappe 2km vom albanischen Festland entfernt ist. Welche man prima mit einer Fähre überqueren kann.

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Tag 1 auf Korfu

Da wir erst nachmittags in Korfus Hauptstadt Kerkyra landete, von wo die Fähre erst am nächsten morgen fahren würde, haben wir uns für die erste Nacht ein Hotel nicht weit vom Hafen entfernt gebucht. Das etwas in die Jahre gekommene Hotel war mit 70€ eher eines der günstigsten Unterkünfte, die so kurzfristig noch zu finden waren. Trotzdem machten die herzlichen Mitarbeiter den, nicht ganz optimalen Zustand wech.

Nachdem wir schnell unser Gepäck im Hotel abgeladen hatten, wollte ich natürlich meinen ersten Griechenland-Aufenthalt ordentlich auskosten. Ja genau, während mein Freund bereits zweimal auf Korfu war, bin ich zuvor noch nie auf einer griechischen Insel gewesen. Zu Fuß starten wir in Richtung der alten Festung in Korfus Hauptstadt. Von unserem Hotel aus nur etwa eine halbe Stunde zu Fuß. Wir erreichen die Festung trotzdem erst eine Stunde vor Schließung und mussten deshalb keinen Eintritt mehr zahlen. Allerdings ist auch der Weg hoch zum Leuchtturm bereits abgesperrt. Trotzdem erkunden wir noch gemütlich jede Ecke, die es unten zu sehen gibt. Wir schlendern gemütlich in der verlassenen Festung, bis die Sonne untergeht und das Meer in herrlichen Rottönen erstrahlt.

Im Dunkeln schlendern wir noch durch die schmalen Gassen mit ihren kleinen Tavernen, die gerade mal drei kleine Tische nah an der Hauswand haben. Bis wir ein schnuckliges Restaurant in einem idyllischen Hinterhof finden und uns das obligatorische Gyros mit Tsatsiki und einen griechischen Wein bestellen.

Mein erster griechischer Abend hätte also Klischeehafter nicht sein können. Trotzdem beeindruckte mich die witzige Art der Griechen, das türkis-blaue, glasklare ionische Meer und den romantischen Baustil sehr. Mit dem festen Vorsatz Griechenland noch einmal genauer zu erkunden, aber einer mindestens so großen Vorfreude auf Albanien ließen wir den Abend ausklingen. Am nächsten Morgen um 9Uhr wird bereits unsere Fähre nach Saranda (Albanien) ablegen…

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