Albanien Roadtrip II – Ankunft in Saranda und die mystischen Ruinen von Butrint

Nachdem wir unseren ersten Abend auf Korfu mehr als genossen haben, heißt es an Tag 2 früh aufstehen. Die Fähre fährt bereits um 9Uhr, eine Stunde soll man vorher da sein (Ganz ehrlich, eine halbe Stunde hätte locker gereicht 😉 ) und unser Frühstücksbuffet im Hotel möchte natürlich auch noch einmal gestürmt werden. Also klingelt der Wecker schon um 6.30Uhr, was im Urlaub so gar nicht unsere Zeit ist.

Wie kommt man von Korfu nach Albanien?

Wir haben unser Fährticket bereits von Deutschland aus online gebucht. Man kann aber auch vor Ort einen der vielen vielen Tourenanbieter aufsuchen und ein Fährticket buchen. Wir haben für unser „One-Way-Ticket“ ca. 25€ pro Person gezahlt. Man kann übrigens auch mit Fahrzeugen auf die Fähre. (Allerdings nur mit Eigenem. Mietwagen darf man nicht so einfach mit nach Albanien nehmen)

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Eines solltet ihr noch wissen, was wir auch gerne gewusst hätten. Es gibt zwei Fähren, eine Schnellboot, mit dem die Tagestouristen von Korfu aus ihre gebuchten Tagesausflüge nach Albanien machen. Das ist deutlich schneller, aber auch deutlich voller. Wir haben uns natürlich (typisch deutsch) erstmal an die lange Schlange angestellt. Als wir rein wollten, wurden wir als einzige erstmal auf die Seite gezogen. Ein Hafenmitarbeiter brachte uns ein Stück weiter zu einem viel größeren, etwas in die Jahre gekommenen Boot. Als wir unser Ticket vorzeigten wurden wir nach hinten durch gewunken und ein Mann, der eben noch das Deck gewischt hat, bat uns um unsere Pässe. Außer der Crew waren wir die einzigen an Board. Als wir ohne unsere Pässe auf das Geräumige Deck gingen, hatten wir irgendwie kein besonders gutes Gefühl. Aber alles gut. Unsere Pässe wurden uns kurz später gebracht und das Boot legte pünktlich ab. Falls ihr also in die selbe Situation kommt, wundert euch nicht. Wir sind immerhin auch heil angekommen. Auch wenn wir es immer noch komisch fanden, dass das große Boot nur mit uns beiden Passagieren abgelegt hat. Die Crew war aber nett und ließ sich von uns kaum stören. Einer war mit einem Eimer Farbe am Deck zu Gange, ein Anderer mit der Flex am anderen Ende vom Boot. Aber alle waren sehr freundlich zu uns und irgendwie war das auch schon irgendwie cool so alleine auf dem Boot zu sein. Nach 1,5 Stunden legt unsere Privatjacht an Sarandas Hafen an.

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Erste Schritte in Albanien

Albanien ist nicht in der EU, das heißt man muss am Hafen erstmal durch den Zoll gehen. Das war allerdings überhaupt kein Problem. Eine freundliche Damen im einzigen Schalter wollte lediglich unsere Pässe sehen und winkte und dann lächelnd weiter. Unser nächster Weg führte uns direkt zum nächsten Geldautomaten, wo wir uns erstmal mit albanischen Lek ausstatten. Obwohl Euros in Albanien auch gerne genommen werden, empfiehlt es sich schon etwas einheimische Währung dabei zu haben. (Auf Euro können die meisten nicht wechseln)

Wir hatten uns schon von Deutschland aus einen Mietwagen in der Hafenstation Saranda reserviert. Da wir nicht wussten wie das alles funktioniert, haben wir die Reservierung etwas später angesetzt. Wir bekamen den Mietwagen jedoch auch trotz der zwei Stunden „Verfrühung“ problemlos. In Albanien ist sowieso alles so herrlich unkompliziert.

Nachdem wir unser Gefährt etwas enttäuscht in Empfang genommen haben (wir hatten extra einen SUV gebucht, da man über albanische Straßen so einiges zu lesen bekommt – bekommen haben wir einen Fiat500L … ). Mit diesem temperamentvollen Italiener, starteten wir unsere ersten Kilometer in Albanien. Ein Hotel hatten wir uns noch am Abend davor von Griechenland gebucht. Da das nicht weit vom Hafen entfernt ist, steuern wir das zuerst an. Das Hotel – für gerade mal 30€ inkl Frühstück – ist der totale Kontrast zum runtergerockten Hotel auf Korfu. Gerade mal ein Jahr alt und super modern, mit eigener Strand-Bucht und Pool. Und auch hier war unsere verfrühte Anreise gar kein Problem. Saranda besticht mit seinen wunderschönen Buchten und dem glasklaren Wasser, des ionischen Meers. Das ist allerdings lange kein Geheimnis mehr, der Tourismus wird immer stärker ausgebaut und es sprießen überall riesige Hotelkomplexe aus dem Boden. Trotzdem sind die Preise noch sehr günstig und das macht Saranda gerade zu einem echten Pauschal-Urlauber Geheimtipp. Dass Deutsche noch nicht in Massen hier ankommen, hat man wohl höchstens noch den vielen Vorurteilen zu verdanken, die wir Deutschen eben so gegen Albanien haben.

Wir verließen Saranda auch erstmal wieder hinter uns und steuerten mit unserem Mietwagen erstmal in Richtung Süden. Sobald die Stadt hinter uns lag bekamen wir auch einen ersten Einruck vom „echten“ Albanien. Es dauerte auch nicht lange, bis wir das erste mal anhalten musste, weil ein paar Kühe die Straße blockierten.

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Butrint – Ein Wald voller Ruinen

Unser erster Tagesausflug in Albanien führt uns ins etwa 20km entfernte Butrint. Dort gibt es eine alte Ruinenstadt zu erkunden. Doch schon der Weg dorthin ist toll und führt an der Küste lang. Wir haben zahlreiche Fotostops eingelegt.

Dort angekommen, bezahlen wir einen kleinen Eintritt und bekommen dafür eine Landkarte ausgehändigt, die uns den Weg zu den einzelnen Ruinen zeigt. Der Nationalpark Butrint ist auf einer Halbinsel gelegen. Der Weg führt immer wieder vorbei am stahlend blauen Butrintsee und bietet immer wieder super fotogene Panoramen zwischen Ruinen und Natur.

Besonders beeindruckend fand ich das gut erhaltene Theater. Aber auch die teilweise erhaltenen Mosaike, die nach all der Zeit noch so toll aussehen fand ich sehr spannend. Die meisten Ruinen sind nicht abgesperrt, so dass man richtig zwischen gigantischen Steinbrocken klettern und auf Entdeckungstour gehen kann. Auf der Höhe befindet sich das venezianische Kastell, von dem man eine gigantische Aussicht über den See und die Landschaft hat. Butrint ist auf jeden Fall einen Besuch wert! Auch wenn es wohl der touristischste Ort in Albanien ist. Auch von der Nachbarinsel Korfu werden nämlich Tagestouren zur Ruinenstadt angeboten und offensichtlich rege gebucht. So haben wir zwischen den Ruinen viele bekannte Gesichter aus der „Schnellbootschlange“, am Morgen am Hafen in Korfu, entdeckt.

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Nachdem wir den Park wieder verlassen haben, beobachteten wir noch ein bisschen die etwas altertümliche Seilfähre, die immer noch fleißig zahlreiche Fahrzeuge über die schmale Engstelle zwischen Butrintsee und Meer bringt. Auf der anderen Uferseite gibt es noch ein paar alte Ruinen zu entdecken. Da die Schlange an der Fähre allerdings ziemlich lang ist, entschließen wir uns wieder die Rückfahrt in Richtung Hotel einzuschlagen.

Wir nutzen die spätmittagliche Hitze, um noch einmal den Hotel eigenen Strand zu testen. Im glasklaren Wasser kann man super die Fische beobachten und die Temperatur ist auch noch erträglich.

Am Abend treibt uns unser Hunger noch zur Promenade in Saranda, wo wir direkt am Meer leckeren Fisch essen. Während wir gestern noch etwas aufgeregt in Griechenland essen waren und im Spaß darauf angestoßen hatten, „Wenns uns in Albanien gar nicht gefällt, dann fahren wir eben wieder zurück und bleiben auf Korfu“. So hob ich an diesem Abend das Glas mit einem ganz anderen Gefühl, mit dem ich Recht behalten sollte.

„Ich glaube Albanien wird verdammt geil!“ …

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Warst du auch schon mal in Albanien? Wir bist du angereist? Brauchst du Hilfe bei deiner Planung? Was war dein erster Eindruck und warst du auch von Anfang an so begeistert, wie wir? Ich freue mich auf deine Kommentare.

2 Kommentare zu „Albanien Roadtrip II – Ankunft in Saranda und die mystischen Ruinen von Butrint

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  1. Hi!
    Toller Beitrag, der richtig Lust auf Albanien macht! War diesen Sommer in Montenegro mit dem Wohnmobil und wollte eigentlich noch weiter nach Albanien. Hab es dann leider zeitlich nicht geschafft. Klappt hoffentlich nächstes Jahr,
    LG Tamara

    Gefällt 1 Person

    1. Hi Tamara,
      oh ja, Albanien ist wirklich wunderschön und absolut empfehlenswert.
      Wir haben uns auch fest vorgenommen die Nachbarländer – so wie Montenegro – auch nochmal zu erkunden. Einfach eine tolle Gegend 🙂
      Liebe Grüße Kathrin

      Gefällt mir

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