Albanien Roadtrip III – Syri I Kalter [das wundervolle „blaue Auge“ Albaniens]

Nach einem fabelhaften Frühstück, auf der sonnigen Terrasse mit Meerblick mussten wir unser tolles Hotel in Saranda leider wieder verlassen. An Tag 3 stand nicht nur die Anreise zu unserer neuen Unterkunft auf dem Plan, sondern direkt zwei große Highlights, auf die ich mich schon riesig freute. Deswegen fiel der Abschied dann doch leichter als gedacht.

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Syri I Kalter – oder das blaue Auge von Albanien

Da die bekannte Karstquelle direkt auf unserem Weg liegt, steuern wir die zuerst an. Von Saranda aus sind es nur 22km, doch die haben es in sich. Besonders das letzte Stückchen führt auf einer unbefestigten Straße. Mit einem Kleinwagen sollte man sich zweimal überlegen, ob man diesen Weg auf sich nimmt. Bevor es auf den schlimmsten Teil des Weges ging, muss man eine Brücke überqueren, vor der man einen kleinen Wegzoll entrichten muss. Und natürlich sind selbst auf diesem Teil des Weges sämtliche tierischen Kollegen unterwegs, was schon mal zum Problem werden kann. Wenn man mit Schwung einen Hang hochkommen will und plötzlich bremsen muss, weil Madame Kuh sich gerade mitten auf die Straße stellen muss. Wenn ihr euch den Weg also nicht zutraut, gibt es auch die Möglichkeit sich ab Saranda einen einheimischen Fahrer zu mieten, die sind da etwas schmerzfreier und kennen ihre Pappenheimer, äh Kühe. 😉

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Wenn man die staubige Piste hinter sich gebracht hat erwartet einen ein unerwartetes grünes kleines Paradies. Sobald man die kleine Brücke mit dem blauen Geländer überquert hat, erwartet einen eine Art Regenwald. Mit riesigen Pflanzen und einem kristallklaren Fluss. Weit laufen muss man nicht, bis man die Quelle selbst erreicht. Dabei handelt es sich um eine Karstquelle (ähnlich, wie der Blautopf bei Ulm, den wir letztes Jahr besucht haben). Mit einer immensen Energie treten etwa 6000 Liter pro Sekunde an die Oberfläche und fließen dort in einem glasklaren Bach ab. Durch seine Form wirkt die Quelle selbst tief blau, wirklich ein bisschen wie ein Auge. Von einer etwas wackligen Plattform aus kann man direkt von oben daraufschauen.

Außerdem hat uns sehr gefreut, dass dieser Ort selbst noch sehr natürlich gehalten war. Bis auf einem kleinen Zelt mit Souveniers, wurden zum Glück noch keine Hüttchen oder ähnliches gebaut. So dass es immer noch wunderbar natürlich ist. Hoffentlich bleibt das auch so.

Wirklich ein einzigartiger Ort in Albanien und etwas, dass man hier kaum erwartet hätte. Es gibt mehrere Wanderwege, über die man die wunderschöne Umgebung erkunden kann. Wir entscheiden uns für die kurze Runde, weil wir ja noch ein bisschen was vor hatten.

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Bevor wir allerdings wieder zum Auto gehen, lassen wir uns von dem einladenden Restaurant unweit des Parkplatzes zu einem Kaffee überreden. Die Terrassen sind direkt über dem klaren Wasser gebaut und wir sind die einzigen, neben einem kleinen verspielten Kater, mit dem ich mir ein bisschen die Zeit vertreibe. Es sind übrigens auch ein paar Hüttchen aufgebaut, so dass man hier auch übernachten könnte. Bis auf die Quelle gibt es eben nicht so viel zu sehen, aber für echte Naturfans sicher ganz schön.

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Wir fahren nach unserem Käffchen weiter. Erst wieder die anstrengende Staubpiste und dann endlich wieder auf befestigten Wegen. Nachdem wir uns eine ganze Weile einen Berg hochgeschlängelt hatten, bekamen wir von oben nochmal einen wunderbaren Blick auf die Quelle und ihren saftig grünen Wald.

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Ankunft in Permet

Schon der Weg nach Permet ist ein echtes Highlight. Spätestens wenn der Langarica-Fluss das erste mal neben der Straße auftaucht muss man einfach anhalten und genau hingucken. Das knallige blau dieses Flusses in seinem weißen Flussbett, der sich so durch die bergige Landschaft zieht ist schon fast unwirklich.

Wir legen auf dem Weg noch zahlreiche Fotostops ein und überqueren einige abenteuerliche Brücken, bevor wir endlich Permet erreichen. Mit dem Hotel hatten wir mal wieder mehr als Glück. Die freundliche alte Dame die uns empfing bereitete direkt Kaffee für uns zu und gab uns irgendein eingelegtes leckeres Obst aus einem Glas, bevor sie uns auf die Zimmer lassen wollte. Das ganze Restaurant ist modern und etwas funky eingerichtet. Und ebenso die Zimmer. Selten hatten wir ein so schönes modernes Zimmer und am nächsten Tag hatten wir noch ein fabelhaftes Frühstück inbegriffen. Der Preis von gerademal 24€/Nacht war uns schon fast unangenehm. Die Stadt an sich ist sehr modern und es ist einfach zu jeder Tageszeit etwas los auf den Straßen und die zahlreichen Cafés sind prall gefüllt.

Außerdem ist Permet der perfekte Ausgangspunkt für ein ganz besonderes Highlight, das wir uns hier noch anschauen wollen. Es bleibt also spannend 😉

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Warst du schon mal in Südalbanien? Hat dich das blaue Auge auch so fasziniert? Ich freue mich wie immer auf viele viele Kommentare 🙂

4 Kommentare zu „Albanien Roadtrip III – Syri I Kalter [das wundervolle „blaue Auge“ Albaniens]

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